• 06 APR 20
    Fachkräftemangel in der Informationssicherheit: Neues Erasmus+ Projekt am Institut für Informatik

    Fachkräftemangel in der Informationssicherheit: Neues Erasmus+ Projekt am Institut für Informatik

    Fragen der Informationssicherheit spielen in der digitalen Transformation eine zunehmend wichtige Rolle.

     

     

    Cyberangriffe auf Unternehmen und Privatpersonen verursachen erhebliche finanzielle Schäden und gefährden den Fortschritt der Digitalisierung in kritischen gesellschaftlichen Bereichen. Um den zunehmend professionellen und vielfältigen Bedrohungen Einhalt zu gebieten, werden Fachkenntnisse in der Informationssicherheit am Personalmarkt immer stärker nachgefragt – allerdings erweist sich die Suche nach qualifizierten Mitarbeitenden oft als schwierig oder bleibt gar erfolglos.

    Vor diesem Hintergrund wurde am Institut für Informatik der Universität Innsbruck – gemeinsam mit den Universitäten Liechtenstein und Würzburg – kürzlich ein Erasmus+ Projekt ins Leben gerufen, das sich mit den Ursachen für den Fachkräftemangel in der Informationssicherheit auseinandersetzt. Das am Institut für Informatik von assoz. Prof. Dr. Michael Felderer geleitete Projekt legt einen Schwerpunkt auf den Einsatz von Textanalyseverfahren. Mit Hilfe dieser Verfahren sollen Stellenanzeigen automatisiert verarbeitet werden, um die erforderlichen Schlüsselqualifikationen in der heutigen Informationssicherheit zu identifizieren, die Ursachen für den Fachkräftemangel zu analysieren und schliesslich die Wirkung potentieller Massnahmen zu evaluieren. Teil der Projektarbeiten wird auch die Analyse akademischer Curricula sein, um die Ausbildungsprofile verschiedener Universitäten im Bereich der Informationssicherheit zu vergleichen und den aktuell am Personalmarkt nachgefragten Schlüsselqualifikationen gegenüberzustellen.

    Die Ergebnisse werden der Öffentlichkeit voraussichtlich Ende 2021 präsentiert. Der Öffentlichkeit und der wissenschaftlichen Gemeinschaft sollen die eingesetzten technischen Instrumente für Folgestudien und -projekte auch als Open-Source-Software bereitgestellt werden.